Was ist ein ABC-Alarm und wie verhält man sich, wenn ein ABC Alarm ausgelöst wird?

Der ABC-Alarm ist eine Warnung für die Bevölkerung bei atomaren, biologischen und chemischen Gefahren. Der Alarm ist ein auf- und abschwellender Heulton von einer Minute Dauer und wird zweimal unterbrochen. Dann wird der Alarm wiederholt.

In der Bundesrepublik Deutschland wird die Bevölkerung durch die zuständigen Behörden des jeweiligen Bundeslands gewarnt. Eine Warnung erfolgt üblicherweise über den Rundfunk oder durch Lautsprecherdurchsagen vor Ort. Die früher für ABC- und Fliegeralarm verwendeten Zivilschutzsirenen des Bundes wurden Ende 1992 außer Betrieb genommen, allerdings werden solche Installationen zum Zwecke des Brand- und Katastrophenschutzes zum Teil noch auf kommunaler Ebene weiter genutzt. Eine flächendeckende ABC-Alarmierung mittels Sirenen ist in Deutschland jedoch nicht mehr vorgesehen.

Sirene zur Ausgabe eines ABC-Alarms (Foto: Wikimedia Commons / Thomas Schulze)
Sirene zur Ausgabe eines ABC-Alarms (Foto: Wikimedia Commons / Thomas Schulze)

Dieser Alarm kann bei kriegerischen Auseinandersetzungen, aber auch bei Unfällen in Fabriken oder im Transportwesen ausgelöst werden.

Bei Überraschung im Freien sollte man versuchen, unverzüglich ein Gebäude aufzusuchen. Wenn das nicht möglich ist, sollte man eine Erdvertiefung suchen (zum Beispiel einen Straßengraben).

Wenn man eine Schutzmaske dabei haben sollte, diese aufsetzen. Auf jeden Fall Mund und Nase verdecken und ein Kleidungsstück über Kopf und Nacken ziehen. Hände in die Taschen der Kleidung stecken und möglichst flach atmen.

Gegen oder quer zur Windrichtung aus der Kampfstoffwolke oder Chemiewolke entfernen und versuchen, einen Schutzraum zu finden.

Professionelle medizinische Hilfe in Anspruch nehmen, sofern möglich.

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